16. Int. ADAC-Goodyear-300-km-Rennen 1981 | Formel 3 | Rennen

  • 16. Int. ADAC-Goodyear-300-km-Rennen
  • 2. Lauf Formel-3-Europameisterschaft 1981
  • 1. Lauf Deutsche Formel-3-Meisterschaft 1981
  • Veranstalter: Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V., Gau Mittelrhein (ADAC)
  • Start- und Zielschleife, 2292 m
  • Distanz: 44 Runden = 100,848 km
  • ONS Reg.-Nr. 16/81

27.-29. März 1981

Erwartete Kräfteverhältnisse: Auftakt der Formel-3-Saison 1981

  • Erster Lauf zur Deutschen Formel-3-Meisterschaft 1981 auf der Start- und Zielschleife.
  • Internationale Teilnehmer bestimmten das Training, deutsche Fahrer behaupteten sich im Rennen.
  • In der nationalen Mannschaftswertung setzten sich die etablierten Namen frühzeitig an die Spitze.

Vom 27. bis 29. März 1981 wurde mit dem 16. Int. ADAC-Goodyear-300-km-Rennen auf der Start- und Zielschleife des Nürburgring die neue Saison der Deutschen Formel-3-Meisterschaft eröffnet. Der vom ADAC, Gau Mittelrhein, veranstaltete Lauf zählte zugleich als Wertungsrennen zur Formel-3-Europameisterschaft. 

Internationale Maßstäbe im Training und Vorläufen

Bereits in den Trainingssitzungen zeigte sich die erwartete Dominanz der internationalen Konkurrenz. Vor allem französische und italienische Fahrer bestimmten das Geschehen an der Spitze der Zeitenlisten. Aus deutscher Sicht gelang Harald Brutschin (Waiblingen) mit der sechsten Trainingsposition der beste Einstieg in diese Phalanx. Frank Jelinski (Bitburg) rangierte zwar nur auf Platz zehn, hielt jedoch Anschluss an die erweiterte Spitzengruppe. Dahinter folgten Franz Konrad (Gütersloh) und Peter Schindler (Peter Schindler), der mit deutscher Lizenz für die Europameisterschaft antrat, jedoch nicht über eine mittlere Startposition hinauskam.

Mehrere Fahrer hatten mit Anpassungsproblemen zu kämpfen. Peter Kroeber (Linsengericht), nach längerer Zeit im Formel-Ford-Sport erstmals wieder in einem Formel-3-March unterwegs, benötigte Zeit, um sich an das anspruchsvolle Fahrverhalten zu gewöhnen. Ähnlich erging es Jan Thoelke (Niedemhausen), der zusätzlich über mangelnde Motorleistung klagte, sowie Peter Katsarski (Berlin), der sich nach dem Klassenwechsel vorsichtig an die Grenzen herantastete. In den Qualifikationsrennen bestätigten Jelinski und Konrad mit den Plätzen drei und sechs ihre Stellung als stärkste deutsche Vertreter. Unglücklich verlief der Vorlauf für Bernd Suckow (Bad Bodendorf), der nach einer Kollision ausschied, während Brutschin aufgrund technischer Probleme nur einen hinteren Rang erreichte.

Stabile Leistungen im Rennen und klare nationale Wertung

Im Hauptrennen zeigte sich Brutschin deutlich verbessert und arbeitete sich nach der Behebung seiner Schwierigkeiten zügig nach vorne. Jelinski folgte ihm in konstantem Abstand, während Konrad ein direktes Duell mit dem Belgier Didier Theys führte, das zu seinen Gunsten ausging, nachdem dieser mit Bremsproblemen zu kämpfen hatte. Rudi Seher (Riedlingen) verlor durch einen Reifenschaden und den notwendigen Boxenstopp den Anschluss an eine mögliche Spitzenplatzierung.

Für Kroeber erwies sich der Umstieg auf das neue Fahrzeug als noch nicht abgeschlossen, da zwei Dreher ihn weit zurückwarfen. Positive Eindrücke hinterließen hingegen Uwe Teuscher (Berlin) im Monopole-March und Josef Kaufmann (Bitburg) auf Martini, die durch fehlerfreie Fahrweise Plätze gutmachten.

In der deutschen Mannschaftswertung spiegelte das Ergebnis die Erwartungen wider. Brutschin setzte sich an die Spitze der Tabelle, gefolgt von Jelinski und Konrad. 

Pole Position #22, Mauro Baldi,
March 813 Alfa
Gestartet 26
Gewertet 20
Nicht gewertet 6
Sieger #25, Oscar Larrauri, 
March 813 Toyota,
44 Runden, 34.50,50 min
Schnellste Runde #25, Oscar Larrauri, 
March 813 Toyota,
0.51,51 min = 160,186 km/h

Ergebnis

 #TeamFahrerWagenRnd.Gesamt (min)ONS Pkte.
1. 25 Larrauri, Oscar, Argentinien  March 813 Toyota 40 34.50,50
2. 18 TOTAL Alliot, Philippe, Frankreich Martini MK 34 Alfa 40 34.52,24
3. 16 BP Racing Ferte, Alain, Frankreich  Martini MK 34 Alfa 40 34.54,12
4. 17 Schlesser, Jean-Louis, Frankreich  Martini MK 34 Alfa 40 35.01,51
5. 22 Euroracing Mauro, Saldi, Italien  March 813 Alfa 40 35.19,92
6. 5 Druck-Chemie, Ammerbuch Brutschin, Harald, Waiblingen Ralt RT 3 40 35.25,37 20
7. 1 Bertram Schaefer-Racing, Bitburg Jelinski, Frank, Bitburg  Ralt RT3 40 35.27,60 15
8. 21 Ecurie Elf Antar Morin, Denis, Frankreich  Martini MK 34 40 35.32,65
9. 23 Euroracing Fabio, Mancini, Italien  March 813 40 35.33,11
10. 3 Scuderia Teutonia e.V. Konrad, Franz, Gütersloh  March 803 40 35.35,91 12
11. 20 Marlboro Racing for Zolder Theys, Didier, Belgien Martini MK 34 Alfa 39 35.01,00
12. 35 Teuscher, Uwe, Berlin  March 793  39 35.02,33 10
13. 10 Kaufmann, Josef, Bitburg  Martini MK 31 Toyota 39 35.26,48 8
14. 19 Fabre, Pascal, Frankreich  Martini MK 34 Alfa 38 35.35,52
15. 12 Seher, Rudolf, Riedlingen March 793 38 34.55,22 6
16. 38 Holert, Thomas, Geesthacht March 803 A 38 34.55,97 4
17. 37 EMSC Bitburg Hebben, Manfred, Bitburg Bit-Ralt-RT 1 38 35.20,13 3
18. 11 Thoelke, Jan, Niedemhausen  Maco 381 38 35.43,82 2
19. 34 Fleck, Gero, Bruehl  March 803/813 37 34.55,00 1
20. 4 Konrad-Racing Kroeber, Peter, Linsengericht  March 803 37 35.12,20
Nicht gewertet
28 Formel Rennsport Club der Schweiz Zeller, Jo, Schweiz March 793 Toyot 35 31.05,23
15 Ecurie Motul Nogaro Streiff, Philippe, Frankreich Martini MK34 Alfa Romeo 28 24.55,54
42 Walter Lechner Racing School Schindler, Peter, Österreich Ralt RT3 Toyota 14 12.38,91
29 Scuderia Calanda Bordoli, Jakob, Schweiz Martini MK31 Toyota 11 10.05,54
14 Walter Lechner Racing School "Umberto Calvo", Östereich Ralt RT3 Toyota 9 9.21,11
24 Pirro, Emanuele, Italien  Martini MK31 Toyota 3 3.56,66

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Quellen: ONS-Mitteilungen 6/1981, Sportfahrer 5/1981, formel3guide.com

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