Zeitreise mit Gänsehaut

4. Get Together der Rennfahrer-Legenden am Nürburgring

07.02.2026 | Nürburging: Schon beim Betreten des Foyers im Dorint am Nürburgring lag dieses besondere Knistern in der Luft. Benzingespräche, herzliche Umarmungen und ein Lächeln hier, ein Schulterklopfen dort – das 4. Get Together der Rennfahrer-Legenden war mehr als ein Treffen. Es war ein Klassentreffen der Motorsportgeschichte, mitten in der Eifel, nur einen Steinwurf vom Nürburgring entfernt.

Gastgeber Rüdiger Hack hatte Anfang Februar erneut geladen – und rund 100 Motorsportbegeisterte folgten dem Ruf. Schon ab 9 Uhr füllte sich das Foyer mit bekannten Gesichtern: ehemalige Weggefährten Hacks, treue Fans seiner Facebook-Community Motorsports History und vor allem die Rennfahrer-Idole vergangener Jahrzehnte. Man spürte sofort: Hier sind keine distanzierten Stars, sondern Menschen, die gemeinsame Erinnerungen teilen. 

Volles Haus mit Legenden des Motorsports: (v.l.) Helmut Kalenborn, Uwe Mahla, Altfried Heger, Hans Heyer, Rüdiger Hack, Kurt Ahrens, Harald Grohs, Wolfgang Land, Rudi Lins, Gerhard Müller und Manfred Schurti.
Anekdoten, Applaus und echte Nähe

Punkt 10 Uhr eröffnete Moderator Tom Schwede die Talkrunde. Was folgte, war kein steifes Podiumsgespräch, sondern lebendiges Erzählen aus einer Zeit, als Motorsport noch rauer, direkter und gefährlicher war. Wenn Kurt Ahrens über den ersten Gesamtsieg eines Porsche 917 sprach oder Jürgen Barth mit trockenem Humor aus dem Nähkästchen plauderte, hörte man im Saal kein Geräusch mehr – nur konzentriertes Lauschen und immer wieder spontanen Applaus.

Tom Schwede (r.) im Gespräch mit Porsche-Legende Jürgen Barth.
Tom Schwede (r.) im Gespräch mit Le-Mans-Gewinner Jürgen Barth.

Neu dabei war Karsten Arndt, der Stimmen und Stimmungen für seinen Podcast Alte Schule einfing. Wer genau hinsah, merkte schnell: Auch abseits der Mikrofone liefen Gespräche, die man nicht planen kann – ehrlich, emotional, persönlich.

Autogramme, Kunst und ein guter Zweck

Nach der Talkrunde mischten sich Legenden und Fans. Autogrammkarten wechselten ebenso selbstverständlich den Besitzer wie persönliche Erinnerungen. Besonders auffällig im Foyer: großformatige Motorsport-Kunstwerke von Uli Hack, der mit Spachtel, Farbe und Druckgrafik die Dynamik des Rennsports einfängt. Einige dieser Werke dienten sogar einem guten Zweck: Auf Initiative von Altfrid Heger kamen 635 Euro an Spenden zusammen, die der Buchautorin Sabine Hansen für ihr neues Projekt zugutekommen.

Für die Fans gab es reichlich Gelegenheit für Autogramme, Fotos und Benzingespräche
Für die Fans gab es reichlich Gelegenheit für Autogramme, Fotos und Benzingespräche mit den Ehrengästen.
Mehr als Nostalgie

Was dieses Get Together so besonders macht, ist nicht allein die beeindruckende Gästeliste – von Hans Heyer bis Manfred Schurti. Es ist die Atmosphäre. Man spricht über Siege und Niederlagen, aber auch über Freundschaften, Verluste und das Leben nach dem Motorsport. Als Rüdiger Hack am Ende sichtlich bewegt ankündigte, bereits an der Jubiläumsauflage 2027 zu arbeiten, war klar: Dieses Format hat Zukunft.

Für Hack selbst war das 4. Get Together zugleich der Auftakt in ein ereignisreiches Jahr – mit Blick auf die 100-Jahr-Feierlichkeiten des AC Mayen und ein Wiedersehen bei der GT World Challenge am Nürburgring.

Wer an diesem Samstag in der Eifel dabei war, nahm mehr mit nach Hause als Fotos und Autogramme. Es war das Gefühl, Teil einer lebendigen Motorsport-Geschichte gewesen zu sein – erzählt von denen, die sie geschrieben haben.


Fotos: nordschleife1927.de/de Haar

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.