HRT Ford Racing greift mit drei Mustang GT3 nach dem Eifel-Klassiker

HRT
  • Drei Ford Mustang GT3 bilden das Aufgebot von HRT Ford Racing für die 54. Auflage der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring
  • Erfahrene Nordschleifen-Spezialisten und internationale GT3-Stars teilen sich die Cockpits
  • Der neue Ford Mustang GT3 mit EVO-Performance-Paket soll an den Klassensieg aus dem Vorjahr anknüpfen

07.05.2026 | Drees: Wenn am 16. Mai um 15 Uhr die Startampeln für die 54. Ausgabe der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring auf Grün schalten, zählt Haupt Racing Team zu den Teams, die sich berechtigte Hoffnungen auf ein starkes Ergebnis machen dürfen. Unter der Nennung HRT Ford Racing bringt die Mannschaft aus Drees gleich drei Ford Mustang GT3 an den Start und setzt dabei auf eine Mischung aus Nordschleifen-Erfahrung, internationaler GT3-Kompetenz und intensiver Vorbereitung.

Nach dem erfolgreichen Debüt des Ford Mustang GT3 im vergangenen Jahr, das mit dem Sieg in der SP9-Pro-Am-Klasse endete, tritt das amerikanische Muscle-Car nun erstmals mit dem neuen EVO-Performance-Paket beim Eifelklassiker an. Die vergangenen Wochen nutzte HRT intensiv, um im Rahmen der Nürburgring Langstrecken-Serie sowie beim ADAC 24h Qualifier wertvolle Erkenntnisse auf der Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife zu sammeln.

Teamchef Ulrich Fritz sieht sein Team gut vorbereitet. Die vergangenen Wochen seien enorm wichtig gewesen, um den Ford Mustang GT3 unter den besonderen Bedingungen der Nordschleife weiterzuentwickeln. Sowohl in den NLS-Läufen als auch bei den Qualifiers habe das Team wichtige Erfahrungen gesammelt. Nun freue man sich darauf, mit einem starken Fahreraufgebot in das größte Rennen des Jahres zu gehen.

Starke Fahrerbesetzungen auf allen drei Fahrzeugen

Der Ford Mustang GT3 mit der Startnummer #64 tritt im markanten RAVENOL-Design an. Das Cockpit teilen sich Arjun Maini, Fabio Scherer, David Schumacher und Nordschleifen-Routinier Frank Stippler. Besonders Scherer blickt mit großer Vorfreude auf seinen ersten Start beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Der Schweizer sprach von einer neuen Herausforderung, insbesondere von den Nachtfahrten auf der Nordschleife, zeigte sich aber überzeugt davon, mit dem starken Gesamtpaket um Spitzenpositionen kämpfen zu können.

Auch Arjun Maini unterstrich die Erwartungen innerhalb des Teams. Für ihn sei das Rennen eines der absoluten Saisonhighlights. Nach den positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr und den Fortschritten mit dem EVO-Paket sehe er gute Chancen, mit dem Mustang GT3 konkurrenzfähig zu sein und ein starkes Resultat einzufahren.

David Schumacher, der sowohl die #64 als auch den Pro-Am-Mustang #65 pilotieren wird, erinnerte an den vierten Gesamtrang und den Klassensieg des Vorjahres. Das Ziel sei klar definiert: Das Team wolle auf dieser Leistung aufbauen und um ein noch besseres Ergebnis kämpfen. Die Nordschleife bleibe jedoch die anspruchsvollste Rennstrecke der Welt, auf der über 24 Stunden jederzeit alles passieren könne.

Besondere Aufmerksamkeit dürfte der Mustang GT3 mit der Nummer #67 erhalten, der im auffälligen Tarndesign der Bundeswehr antritt. Hier setzt HRT auf ein hochkarätiges Quartett aus Christopher Mies, Dennis Olsen, Frédéric Vervisch und erneut Frank Stippler. Gemeinsam vereinen die Piloten acht Gesamtsiege beim Langstreckenklassiker in der Eifel.

Christopher Mies, selbst dreifacher Gesamtsieger des Rennens, bezeichnete den Nürburgring-Klassiker erneut als eines der absoluten Highlights seines Rennkalenders. Der erstmalige Einsatz im HRT Ford Mustang GT3 sei für ihn eine besondere Herausforderung. Das Team sei stark besetzt und hervorragend vorbereitet, weshalb man alles daran setzen wolle, ein Top-Ergebnis einzufahren.

Dennis Olsen verwies zudem auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Mies und Vervisch, die bereits in Daytona gemeinsam einen Klassensieg feiern konnten. Die bisherigen Tests mit dem EVO-Paket hätten ein sehr positives Gefühl vermittelt. Entsprechend kämpferisch gehe das Team in die 24 Stunden.

Pro-Am-Mustang soll erneut glänzen

Komplettiert wird das Aufgebot durch die Startnummer #65 im traditionellen YOKOHAMA-Design. Hier wechseln sich Colin Caresani, Hubert Haupt, Vincent Kolb sowie David Schumacher am Steuer ab. Das Fahrzeug startet als einziges der drei HRT-Mustangs in der SP9-Pro-Am-Kategorie.

Hubert Haupt erklärte, dass sich das Team gemeinsam mit Yokohama intensiv vorbereitet habe und nun hoffe, ein konkurrenzfähiges Gesamtpaket für das extrem stark besetzte Teilnehmerfeld gefunden zu haben. Vincent Kolb hob insbesondere die Bedeutung von Konstanz hervor. Auf der Nordschleife sei Wachsamkeit entscheidend – Fehler zu vermeiden und bis zum Ende im Rennen zu bleiben, sei oftmals der Schlüssel zum Erfolg.

Auch Colin Caresani blickt mit großer Vorfreude auf seine Rückkehr zum Langstreckenklassiker. Nach einem Jahr Pause sei die Teilnahme an diesem „magischen Rennen“ etwas Besonderes. Die Zusammenarbeit mit HRT Ford Racing mache den Einsatz zusätzlich reizvoll.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit dürfte neben den sportlichen Ambitionen auch der enorme Zuschauerzuspruch sorgen. Frank Stippler rechnet angesichts des aktuellen Motorsport-Booms sogar mit einem möglichen neuen Besucherrekord und hofft gleichzeitig auf stabile Wetterbedingungen für das Rennwochenende.

Bereits bei den Adenauer Racing Days am Mittwoch vor dem Rennen werden Fans die Gelegenheit haben, Fahrer und Fahrzeuge aus nächster Nähe zu erleben. Spätestens mit dem Start am Samstagnachmittag beginnt für HRT Ford Racing dann die vielleicht größte Bewährungsprobe der bisherigen Mustang-GT3-Ära auf der Nordschleife.


Grafik: HRT

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