NLS 9. Lauf 2026 "66. ADAC ACAS Cup"

  • 66. ADAC ACAS Cup
  • 9. Lauf Nürburgring Langstrecken Serie 2026 (VLN)
  • Ausrichter: AC-Altkreis-Schwelm e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke (24,358 km)
  • DMSB Reg.-Nr. R-15504/26

Zeitplan*

Samstag, 13. September 2026
08:30-10:00 Uhr Zeittraining
10:20-11:00 Uhr Pitwalk
11:10-11:30 Uhr Gridwalk
11:00-11:40 Uhr Startaufstellung
12:00-16:00 Uhr Rennen (4 Stunden)

Ergebnis Zeittraining Plätze 1 bis 10

 #Kl.TeamFahrer, OrtWagenRnd.ZeitRückst.km/h
1 44 SP9 PRO Falken Motorsports Heinemann Tim, Fichtenberg
Schuring Morris, Niederlande
Porsche 911 GT3 R 7 7:51.957 - 185.798
2 48 SP9 PRO-AM 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON Assenheimer Patrick, Heilbronn
Müller Tobias, Euskirchen
Pereira Dylan, Luxemburg
Porsche 911 GT3 R EVO 5 7:51.980 00.023 185.789
3 17 SP9 PRO Dunlop Motorsport Menzel Nico, Schweiz
Schuring Flynt, Niederlande
Porsche 911 GT3 R 8 7:52.333 00.376 185.650
4 64 SP9 PRO Haupt Racing Team Kolb Vincent, Frankfurt am Main
Stippler Frank, Bad Münstereifel
Ford Mustang GT3 9 7:52.417 00.460 185.617
5 77 SP9 PRO Schubert Motorsport Klingmann Jens, Ismaning
Pepper Jordan, Vereinigtes Königreich
de Wilde Ugo, Belgien
BMW M4 GT3 EVO 7 7:55.706 03.749 184.334
6 11 AT 1 Max Kruse Racing Lenz Christoph, Schweiz
Kohlhaas Christian, Andernach
Zulauf Finn, Königstein im Taunus
Audi R8 LMS GT3 7 7:55.859 03.902 184.275
7 23 SP9 PRO-AM Gamota Racing Zsigo Antal, Slowakei
Kranz Moritz, Linz am Rhein
Jahn David, Leipzig
BMW M4 GT3 EVO 7 7:55.965 04.008 184.234
8 5 SP9 AM BLACK FALCON Team EAE Arrow Daan, Niederlande
Kaya Mustafa Mehmet, Türkei
Stursberg Mike, Wermelskirchen
Porsche 911 GT3 R 5 7:56.422 04.465 184.057
9 32 SP9 PRO-AM Toyo Tires with Ring Racing Nakayama Yuichi, Japan
Gülden Andreas, Reifferscheid
Sandtler Tim, Bochum
Alesi Guliano, Japan
Mercedes-AMG GT3 4 7:58.791 06.834 183.146
10 35 SP9 PRO-AM Walkenhorst Motorsport Krognes Christian, Norwegen
Fetzer Dennis, Buseck
Villagomez Mateo, Frankreich
Aston Martin Vantage GT3 EVO 9 7:59.045 07.088 183.049

Das vollständige Ergebnis des Zeittrainings findet Ihr hier!

Das Rennen

Falken Motorsports schlägt eindrucksvoll zurück

Nach dem hauchdünnen Fotofinish vom Vortag schlug Falken Motorsports beim 66. ADAC ACAS Cup (NLS9) am Sonntag zurück. Bei teils schwierigen Wetterbedingungen feierten Tim Heinemann und Morris Schuring im Porsche 911 GT3 R von der Pole-Position aus gestartet den Gesamtsieg. Direkt dahinter sicherten Nico Menzel und Flynt Schuring im Schwesterauto einen überlegenen Doppelerfolg für das Team von Sven Schnabel. Das rein von Porsche dominierte Podium komplettierten Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira im Porsche 911 GT3 R EVO von 48 LOSCH Motorsport by Black Falcon (#48), die sich trotz Turbulenzen den Sieg in der SP9 Pro-Am sicherten.

Tim Heinemann

Hauchdünnes Zeittraining und Startgetümmel

Schon im Zeittraining schenkten sich die Piloten nichts. Polesitter Heinemann schwärmte nach dem Qualifying von einer „perfekten Runde“, wie man sie im Motorsport nur selten erlebt. Die Konkurrenz saß ihm jedoch dicht auf den Fersen: Tobias Müller lag im Black-Falcon-Porsche nur winzige 0,020 Sekunden zurück. Die ersten vier Autos lagen innerhalb von 00.460 Sekudnen. Beim fliegenden Start krachte es sogleich in der AMG-Arena: Vortagessieger Ugo de Wilde (Schubert-BMW) versuchte sich innen an Nico Menzel vorbeizudrücken. Nach einer leichten Berührung musste Menzel aufmachen, ehe der BMW kurz darauf auch noch von ‚Daan Arrow‘ getroffen wurde und weit zurückfiel. In Runde acht endete der Arbeitstag für den Schubert-BMW nach einem Einschlag im Brünnchen schließlich vorzeitig.

Reifen-Gamble, Schreckmomente und wilde Dreher

Als in der Eifel der Regen einsetzte, entwickelte sich ein nervenaufreibendes Strategie-Roulette zwischen Slicks und Regenreifen. Für das Trio von Black Falcon wurde das Rennen zur absoluten Achterbahnfahrt: Erst übersah Tobias Müller eine Code-60-Tafel und fuhr auf den VW Golf GTI von Thomas Schönfeld auf, was eine verbogene Felge und eine spätere Durchfahrtsstrafe nach sich zog. Wenig später folgte der Schreckmoment des Tages, als Müller sich in der ultraschnellen „Mut-Kurve“ auf nasser Piste drehte – und das Auto wundersam ohne die Streckengrenzung zu berühren abfing. „Der Dreher, die Durchfahrtsstrafe und so weiter – ich glaube, wir können superstolz sein, dass wir hier auf dem Gesamtpodium stehen“, schnaufte Müller im Ziel erleichtert durch. Patrick Assenheimer ergänzte zur Taktik: „Wir haben es ganz gut regeln können, indem wir dann früher gestoppt haben, wo die Bedingungen einfach zu schlecht wurden für Slicks.“

Aufholjagd im Regenguss und Schuring-Familienfest

An der Spitze entbrannte derweil ein brüderlicher Schlagabtausch: Morris Schuring führte das Feld zeitweise vor seinem jüngeren Bruder Flynt an. Für GT3-Debütant Flynt war es eine echte Feuertaufe: „Mein erstes Wochenende im GT3, das noch auf der Nordschleife und dann in so einem Rennen mit Slicks im Regen – es war super schwierig, aber ich bin mega froh.“

An der Boxengasse verfolgte Vater Gerwin Schuring – einst selbst Gesamtsieger auf dem Nürburgring – stolz den Doppelerfolg seiner Söhne. Sieger Morris Schuring strahlte nach dem Zieldurchlauf: „Ich war schon froh, in der Boxengasse zuzuschauen, aber ich habe auch immer Vertrauen in Tim gehabt. Das fühlt sich alles so normal an, aber wahrscheinlich gucken wir in zwei oder drei Wochen zurück und denken: Das war eigentlich schon geil.“

„Motorboot fahren“ in der Eifel und die Helden des Tages

In den letzten Runden verwandelte sich die Strecke in eine Seenplatte. Breidscheid, Fuchsröhre und Schwedenkreuz wurden zur Rutschbahn. „Aufregend ist sehr, sehr untertrieben“, berichtete Sieger Heinemann. „Ich habe noch nie so schlechte Bedingungen erlebt wie heute. Aquaplaning jede Kurve, jede Gerade. Ich bin wirklich froh, dass wir da unbeschadet durchgekommen sind.“ Auch der Zweitplatzierte Menzel schnaufte durch: „Am Ende jetzt war es fast wie Motorboot fahren. So viel Aquaplaning, die eine oder andere Herzattacke war dabei, aber das haben wir ganz gut gemanagt.“

Die Trophäe „Fahrers des Tages“ ging an Moritz Oberheim (#962 AVIA W&S Motorsport). Nachdem er am Samstag nach einem Trainingsunfall tatenlos zusehen musste, feierte er am Sonntag mit Pole-Position, Start-Ziel-Sieg in der CUP 3 und der Auszeichnung der ILN, Rennleitung und der TV-Moderatoren eine triumphale Rückkehr: „Es bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich weiß, dass hier viele gute Fahrer unterwegs sind. Heute war tatsächlich ein guter Tag – es ist mir eine Ehre, diese Trophäe entgegenzunehmen.“

Titelkampf vertagt: Erste Nullnummer für die Spitzenreiter

Hochdramatisch entwickelte sich das Rennen auch mit Blick auf die NLS-Gesamtwertung: Das bis dato unangefochten führende Adrenalin-Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert musste den BMW M240i mit einem technischen Defekt vorzeitig abstellen und abgeschleppt werden – für die Tabellenführer war es die allererste Nullnummer in diesem Jahr. Die Verfolger nutzten die Gunst der Stunde: Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg verpassten im Porsche 718 Cayman GT4 CS zwar den Klassensieg in der CUP3 an Moritz Oberheim und Lorenz Stegmann, sammelten mit dem zweiten Platz aber wertvolle Zähler. Dadurch rücken Fielenbach/Sandberg bis auf vier Punkte an die Tabellenspitze heran.

Auch in der Produktionswagen-Trophäe 2026 hat sich das Blatt nach dem intensiven Double Header gewendet: Piet-Jan Ooms und Ionuc Catalin Timis im Toyota Supra (SRS Team Sorg Rennsport) sowie das Trio Philipp Leisen, Philipp Stahlschmidt und Daniel Zils im BMW 330i (Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels) waren punktgleich in der Klasse VT2-RWD in die Eifel gereist. Nach hart umkämpften Duellen an beiden Renntagen krönten Ooms und Timis ihr Wochenende schließlich am Sonntag mit dem Klassensieg direkt vor ihren Adrenalin-Rivalen, die sich mit Rang zwei begnügen mussten. Durch diesen Erfolg übernimmt das Sorg-Duo die alleinige Tabellenführung in der Produktionswagen-Trophäe und reist nun ebenfalls mit vier Punkten Vorsprung zum großen Saisonfinale im Oktober.

#5, Porsche 911 GT3 R

Die Entscheidung um die NLS-Krone fällt somit erst beim großen Finale am 10. Oktober 2026. Bei der 2. NLS Sportwarte-Trophy (4h) wird der allerletzte Sieg der Saison ausgefahren – und der neue Meister gekrönt. Fans sollten sich das Saisonfinale nicht entgehen lassen: Tickets für den entscheidenden Renntag sind ab 25 Euro (Kinder bis einschließlich 14 Jahre frei) auf VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich und beinhalten gewohnt den Zugang zu Tribünen, Fahrerlager, Boxengasse, Gridwalk sowie den beliebten Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten.

Pole-Position #44, Tim Heinemann/Morris Schuring 
Falken Motorsports,
Porsche 911 GT3 R,
7:51.957 min = 185.798 km/h
Gestartet 107
Gewertet 83
Nicht gewertet 24
Nicht gestartet 2
Sieger #44, Tim Heinemann/Morris Schuring 
Falken Motorsports,
Porsche 911 GT3 R,
25 Runden, 4:02:39.386 h = 150.571 km/h
Schnellste Runde #44, Tim Heinemann/Morris Schuring 
Falken Motorsports,
Porsche 911 GT3 R,
7:54.745 min = 184.707 km/h in Runde 2

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

 #Kl.TeamFahrer, OrtWagenRnd.Gesamt (h)
Schnitt (km/h)
Rückst.
Schn. Rnd.
Schnitt (km/h)
in Rnd.
1 44 SP9 PRO Falken Motorsports Heinemann Tim, Fichtenberg
Schuring Morris, Niederlande
Porsche 911 GT3 R 25 4:02:39.386
150.571
-
7:54.745
184.707
2
2 17 SP9 PRO Dunlop Motorsport Menzel Nico, Schweiz
Schuring Flynt, Niederlande
Porsche 911 GT3 R 25 4:03:23.199
150.119
43.813
7:55.626
184.365
2
3 48 SP9 PRO-AM 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON Assenheimer Patrick, Heilbronn
Müller Tobias, Euskirchen
Pereira Dylan, Luxemburg
Porsche 911 GT3 R EVO 25 4:03:44.298
149.903
1:04.912
7:55.664
184.350
2
4 35 SP9 PRO-AM Walkenhorst Motorsport Krognes Christian, Norwegen
Fetzer Dennis, Buseck
Villagomez Mateo, Frankreich
Aston Martin Vantage GT3 EVO 25 4:05:07.718
149.052
2:28.332
8:02.084
181.895
2
5 23 SP9 PRO-AM Gamota Racing Zsigo Antal, Slowakei
Kranz Moritz, Linz am Rhein
Jahn David, Leipzig
BMW M4 GT3 EVO 25 4:06:57.876
147.944
4:18.490
7:59.451
182.894
2
6 64 SP9 PRO Haupt Racing Team Kolb Vincent, Frankfurt am Main
Stippler Frank, Bad Münstereifel
Ford Mustang GT3 25 4:08:25.799
147.072
5:46.413
8:01.085
182.273
2
7 22 SP9 PRO-AM Car Collection Motorsport Spengler Florian, Ellwangen
Hantke Nico, Hürth
Jöns Christer, Ingelheim
Audi R8 LMS GT3 EVO II 25 4:08:54.478
146.789
6:15.092
8:07.045
180.043
2
8 5 SP9 AM BLACK FALCON Team EAE Arrow Daan, Niederlande
Kaya Mustafa Mehmet, Türkei
Stursberg Mike, Wermelskirchen
Porsche 911 GT3 R 25 4:10:14.597
146.006
7:35.211
7:56.173
184.153
2
9 54 SP9 PRO Dinamic GT Hartog Loek, Niederlande
Christensen Michael Klitgaard, Dänemark
Cabirou Gomez Loris, Frankreich
Porsche 911 GT3 R 25 4:12:36.324
144.641
9:56.938
8:14.402
177.363
2
10 901 CUP2 SRS Team Sorg Rennsport Grütter Patrik, Weil der Stadt
Grosse Fabio, Brücktal
Porsche 911 GT3 Cup 25 4:16:30.322
142.441
13:50.936
8:14.600
177.292
2

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

Video – Highlights

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*Vorläufiger Zeitplan 
Quelle:
VLN

Fotos: Jan Brucke/VLN
Video: YouTube/VLN

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