DTM Nürburgring 2026

  • DTM Nürburgring 2026
  • 6. Lauf DTM 2026
  • Veranstalter: ADAC Motorsport
  • GP-Strecke, 3629 m
  • Wetter: sonnig, trocken

DTM-Wochenende am Nürburgring bietet Motorsport zum Anfassen

  • Prominente Gäste, Showprogramm und zahlreiche Aktionen sorgen für Unterhaltung abseits der Rennstrecke
  • DTM-Champions aus drei Generationen treffen sich im Fahrerlager des Nürburgrings
  • eSports-Finale, Kart-Rennen und spektakuläre Trial-Stunts ergänzen das Motorsportprogramm

Die DTM machte 2026 erneut Station am Nürburgring und verwandelte die Grand-Prix-Strecke für ein Wochenende in eine große Motorsport-Arena. Während auf der Strecke wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft vergeben wurden, bot die Veranstaltung den Besuchern weit mehr als die beiden DTM-Läufe. Prominente Gäste, Motorsport-Legenden, Showeinlagen und zahlreiche Aktionen im Fahrerlager machten das Wochenende zu einem umfangreichen Festival rund um den Automobilsport.

Die eigentlichen DTM-Rennen bildeten dabei naturgemäß den sportlichen Mittelpunkt. Doch gerade zwischen den Sessions zeigte sich das Veranstaltungskonzept der Serie, bei dem die Nähe zu Fahrern, Teams und Fahrzeugen eine wichtige Rolle spielt. Im Fahrerlager und rund um die Startaufstellung begegneten die Zuschauer nicht nur den aktuellen DTM-Piloten, sondern auch zahlreichen bekannten Gesichtern aus Motorsport, Sport und Unterhaltung.

Drei Generationen DTM-Meister

Ein besonderes Wiedersehen gab es mit drei Champions aus unterschiedlichen Epochen der DTM. Klaus Ludwig, Meister der Jahre 1988 und 1994 sowie bereits 1982 Champion der damaligen Deutschen Rennsport-Meisterschaft, traf auf den zweimaligen DTM-Titelträger Timo Scheider und den amtierenden Meister Ayhancan Güven.

Der Türke hatte die DTM nach seinem Titelgewinn 2025 in Richtung FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft verlassen und kehrte am Nürburgring als Gast in sein ehemaliges Umfeld zurück. Besonders die Atmosphäre im Fahrerlager und die Begegnungen mit den Fans hatten es Güven angetan – auch wenn er einräumte, lieber selbst im Rennwagen gesessen zu haben.

Ebenfalls DTM-Vergangenheit brachte Heinz-Harald Frentzen mit. Der ehemalige Formel-1-Pilot und Vizeweltmeister von 1997 bestritt zwischen 2004 und 2006 drei DTM-Saisons für Opel und Audi. Am Nürburgring besuchte er die Serie gemeinsam mit seiner Tochter Lea und traf im Fahrerlager auf zahlreiche ehemalige Weggefährten.

Sportprominenz zu Gast in der Eifel

Auch außerhalb des Motorsports war die Gästeliste prominent besetzt. Tischtennis-Legende Timo Boll reiste mit dem Wohnmobil zum Nürburgring und durfte nach dem Samstagsrennen einen der Pokale überreichen. Der ehemalige Weltranglistenerste entdeckte dabei durchaus Gemeinsamkeiten zwischen seiner Sportart und dem Motorsport: Vorausschauendes Handeln, schnelle Entscheidungen und nicht zuletzt das richtige Material seien in beiden Disziplinen wichtige Erfolgsfaktoren.

Mit Skicross-Olympiasiegerin Daniela Maier und Kanuslalom-Olympiasiegerin Ricarda Funk waren zwei weitere erfolgreiche Sportlerinnen zu Gast. Für die in Bad Neuenahr-Ahrweiler geborene Funk war der Besuch beinahe ein Heimspiel. Beide verfolgten das Geschehen auf Einladung von Schaeffler und drückten Marco Wittmann die Daumen.

Auch Bob-Olympiasieger Georg Fleischhauer nutzte die Gelegenheit für einen Besuch. Der frühere 400-Meter-Hürdenläufer zeigte sich insbesondere von der Technik der GT3-Rennwagen beeindruckt und sah Parallelen zu seinem heutigen Sport: Geschwindigkeit, Material und die Wahl der richtigen Linie spielen schließlich auch im Eiskanal eine entscheidende Rolle.

Joey Kelly bringt ein Stück Musikgeschichte an den Ring

Für einen ungewöhnlichen Blickfang sorgte Joey Kelly. Der Musiker und Extremsportler präsentierte am Nürburgring den bekannten roten Doppeldecker-Bus der Kelly Family. Das Fahrzeug war nach Angaben Kellys 28 Jahre eingelagert und anschließend unter Aufsicht der Dekra umfangreich restauriert worden.

Kelly verbindet mit dem Nürburgring allerdings weit mehr als Musikgeschichte. Er war selbst mehrere Jahre im Motorsport aktiv und nahm viermal am 24-Stunden-Rennen teil. Seine Begeisterung für die Nordschleife ist entsprechend ungebrochen. Am Samstag durfte Kelly schließlich auf der Start-Ziel-Geraden selbst Teil des DTM-Ablaufs werden und mit dem Schild „Drivers start your engines“ das Feld auf den bevorstehenden Meisterschaftslauf einstimmen.

Joey Kelly auf der Start- und Zielgeraden
Joey Kelly schickte das DTM-Feld in den Samstagslauf

Spektakuläre Stunts vor den Tribünen

Action gab es nicht nur auf vier Rädern. Trial-Freestyle-Athlet Adrian Guggemos zeigte im Fahrerlager und vor den DTM-Rennen in der ersten Kurve sein Können auf dem Motorrad. Neben Fahrten auf Vorder- und Hinterrad gehörten zahlreiche akrobatische Einlagen zum Programm.

Den spektakulärsten Moment sparte sich Guggemos für die Zuschauer auf den Tribünen auf: Mit seinem Trial-Motorrad sprang er über das DTM-Safety-Car, einen Cupra Formentor VZ5.

Cupra nutzte das Nürburgring-Wochenende zugleich für einen besonderen Auftritt. Der Official Car Partner der DTM präsentierte sich unter dem Motto „Unofficial Partner“ mit veränderter Gestaltung von Safety- und Leading-Car. Direkt innerhalb der ersten Kurve entstand zudem eine nur acht Plätze umfassende „Unofficial Zone“ an einer Stelle, die Zuschauern normalerweise nicht zugänglich ist.

Zu den Gästen der Aktion gehörte Felix Stein, bekannt aus der RTL-Sendung „Der Bachelor“. Er durfte im Leading-Car mit ins Grid fahren und zeigte sich anschließend vor allem von der Geräuschkulisse, der Geschwindigkeit und der Atmosphäre auf den Tribünen beeindruckt.

Wenn die Renntransporter selbst zum Sportgerät werden

Eine inzwischen traditionelle Besonderheit des DTM-Wochenendes folgte am Samstagabend. Beim Wettbewerb „DTM-Trucks Go and Stop“ tauschten die Zugmaschinen der Teams ihre übliche Rolle als Transportmittel gegen einen kurzen Auftritt als Wettbewerbsfahrzeuge.

Auf der Start-Ziel-Geraden mussten die Fahrer zunächst maximal beschleunigen und ihre schweren Zugmaschinen anschließend möglichst präzise vor aufgestellten Kegeln zum Stillstand bringen. Im Finale setzte sich das Mercedes-AMG Team Landgraf gegen Emil Frey Racing durch.

DTM-Trucks Go and Stop
Das Mercedes-AMG Team Landgraf gewann den Wettbewerb „DTM-Trucks Go and Stop“

Bereits am Freitagabend hatte sich das Geschehen auf die Ring-Kartbahn verlagert. Beim Kart-Grand-Prix traten unter anderem die DTM-Piloten Ben Dörr und Tom Kalender gegen Ford-Werkspilot David Schumacher sowie mehrere Nachwuchsfahrer an. Nach 32 Runden setzte sich Wildcard-Starter Fabian Klatt durch.

DTM und virtueller Motorsport wachsen zusammen

Auch der eSport war fester Bestandteil des Wochenendes. Im RaceRoom SimRaceCafé auf dem ring°boulevard wurde erstmals das Finale der DTM eSports Championship direkt im Rahmen einer DTM-Veranstaltung ausgetragen.

Tim Jarschel gewann zwei der vier Finalrennen und sicherte sich damit seinen zweiten Meistertitel. Neben 5.000 Euro Preisgeld erhielt der Champion eine besondere Gelegenheit, seine Fähigkeiten aus der virtuellen Welt auf die reale Rennstrecke zu übertragen: Beim DTM-Finale in Hockenheim soll Jarschel im BMW M2 Cup antreten.

Zeitplan*

Freitag, 14. August 2026
09:00–10:00 Uhr ADAC GT4 Germany | Freies Training 1   
10:15–11:15 Uhr Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland | Freies Training    
11:30–12:25 Uhr DTM | Freies Training 1   
12:40–13:05 Uhr BMW M2 Cup | Freies Training 1  
13:20–13:40 Uhr DTM Classic | Showprogramm  
13:55–14:55 Uhr ADAC GT4 Germany | Freies Training 2   
15:10–15:45 Uhr Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland | Zeittraining  
16:00–16:45 Uhr DTM | Freies Training 2   
16:55–17:10 Uhr DTM | Track-Safari   
17:25–17:50 Uhr BMW M2 Cup | Freies Training 2   
18:05–18:25 Uhr DTM Classic | Showprogramm   
Samstag, 15. August 2026
09:00–09:15 Uhr ADAC GT4 Germany | Zeittraining 1   
09:25–09:40 Uhr ADAC GT4 Germany | Zeittraining 2  
09:55–10:15 Uhr DTM | Zeittraining 1   
10:30–10:45 Uhr BMW M2 Cup | Zeittraining   
11:15–11:45 Uhr Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland | Rennen 1   
12:05–12:25 Uhr DTM Classic | Showprogramm   
12:45–13:05 Uhr DTM Fanzone | BMW M2 Cup | Autogrammstunde  
12:45–12:50 Uhr DTM | Boxenampel grün   
12:50–13:20 Uhr DTM | Präsentation   
13:30–14:30 Uhr DTM | 01:00 Rennen 1   
14:30–14:45 Uhr DTM | Siegerehrung   
14:55–15:15 Uhr Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland | Autogrammstunde PSCCD Paddock   
15:10–16:10 Uhr ADAC GT4 Germany | Rennen 1   
16:15–16:45 Uhr DTM Fanzone | Meet the Drivers  
16:40–17:05 Uhr BMW M2 Cup | Rennen 1  
17:20–17:35 Uhr DTM Classic | Showprogramm  
17:45–18:30 Uhr Pitwalk  
18:45–19:45 Uhr DTM Trucks Go & Stop | DTM Teamtrucks  
20:00–22:00 Uhr DTM Fanzone | Kinofilm: NEED FOR SPEED  
Sonntag, 16. August 2026
09:10–09:30 Uhr DTM | Zeittraining 2   
09:40–09:55 Uhr DTM Classic | Showprogramm   
10:00–10:15 Uhr DTM eSports Championship | DTM Fanzone | Meisterehrung   
10:15–10:40 Uhr BMW M2 Cup | Rennen 2   
11:05–11:35 Uhr Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland | Rennen 2   
11:50–12:35 Uhr Pitwalk  
12:45–13:05 Uhr ADAC GT4 Germany | DTM Fanzone | Autogrammstunde   
12:45–12:50 Uhr DTM | Boxenampel grün   
12:50–13:20 Uhr DTM | Präsentation  
12:58–13:05 Uhr DTM | Fahrerpräsentation  
13:30–14:30 Uhr DTM | Rennen 2   
14:30–14:45 Uhr DTM | Siegerehrung  
15:10–16:10 Uhr ADAC GT4 Germany | Rennen 2   

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Fotos: ADAC Motorsport/Gruppe C Photography
* vorläufiger Zeitplan, Version 2 vom 06.08.2026

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