ADAC-Eifel-Pokal-Rennen 1959

  • ADAC-Eifel-Pokal-Rennen
  • Veranstalter: ADAC Gau Nordrhein e.V., Köln
  • Rennen für Motorräder mit und ihne Seitenwagen als Lauf um den "Juniorenpokal der OMK 1960"
  • Rennen der Rennwagen "Formel Junior" als Lauf um den Goldenen Nürburg-Ring
  • Südschleife, 7747 m

Ein neues Podium für Talente: Der ADAC-Eifel-Pokal als Wegbereiter

  • Premiere eines neuen ADAC-Rennens zur gezielten Förderung junger Motorrad- und Formelsportler
  • Reibungsloser Ablauf eines umfangreichen Programms auf der Südschleife des Nürburgrings
  • Großer Zuschauerzuspruch und sportlich geordnete Wettbewerbe ohne schwere Zwischenfälle

Am 30. August 1959 wurde auf der Südschleife des Nürburgrings mit dem ADAC-Eifel-Pokal-Rennen ein neuer Wettbewerb ausgetragen, der bewusst auf die Förderung des motorsportlichen Nachwuchses ausgerichtet war. Der vom ADAC Gau Nordrhein initiierte Renntag diente zugleich als Ausscheidungslauf für Motorräder um den OMK-Pokal sowie für Formel-Junior-Rennwagen um den Goldenen Nürburgring. Rückblickend markierte diese Veranstaltung einen frühen und wichtigen Baustein in der systematischen Nachwuchsarbeit des deutschen Motorsports.

Mit der Einführung des ADAC-Pokal-Rennens verfolgte der ADAC Gau Nordrhein das Ziel, jungen Motorradfahrern den Übergang in die lizenzierte Spitzenklasse zu erleichtern. Die Verantwortlichen gingen davon aus, dass nur durch gezielte Förderung eine ausreichende Breite an leistungsfähigem Nachwuchs entstehen könne, der langfristig auch den etablierten Fahrern Rückhalt verschaffe. Parallel dazu erhielt die noch junge Formel-Junior-Kategorie eine weitere Bühne, nachdem ihr erster Auftritt beim Eifelrennen als gelungen bewertet worden war. Der zusätzliche Start sollte den Nachwuchs im Automobilsport weiter stärken und der neuen Klasse mehr sportliche Präsenz verschaffen.

Ausgetragen wurde das komplette Programm auf der 7,747 Kilometer langen Südschleife, die erst seit einem Jahr wieder regelmäßig in den Rennbetrieb eingebunden war. Trotz frischer Temperaturen herrschten insgesamt günstige Wetterbedingungen, sodass vier Läufe für Solomotorräder sowie je ein Rennen für Beiwagenmaschinen und Rennwagen innerhalb von rund fünf Stunden durchgeführt werden konnten. Etwa 25.000 Zuschauer verfolgten die Wettbewerbe entlang der Strecke. Die Rennen verliefen geordnet und ohne schwerwiegende Unfälle, was dem neuen Format früh den Ruf einer sportlich anspruchsvollen, zugleich aber verantwortungsvoll organisierten Veranstaltung einbrachte.

Ergebnisse Plätze 1 bis 3

Solomotorräder bis 125 ccm, 7 Runden = 54,229 km

 #FahrerWagenZeit/Schnitt
1. Fluhrer, Mannheim Ducati 31.00,4 = 104,9 km/h
2. Ott, Heidenheim DKW 31.09,7 = 104,4 km/h
3. Esser, Augsburg Ducati 31.25,0 = 103,6 km/h

Solomotorräder bis 250 ccm, 7 Runden = 54,229 km

 #FahrerWagenZeit/Schnitt
1. Sicheneder, München Adler 28.06,6 = 115,8 km/h
2. Scharf, Hagen NSU 28.57,3 = 112,4 km/h
3. Janson, Worms NSU 29.02,6 = 112,1 km/h

Solomotorräder bis 350 ccm, 7 Runden = 54,229 km

 #FahrerWagenZeit/Schnitt
l. Föhr, Trier AJS 28.04,9 = 115,9 km/h
2. Scharf, Hagen NSU 28.32,0 = 114,0 km/h
3. Klein, Hechtsheim Norton 28.34,4 = 113,9 km/h

Solomotorräder bis 500 ccm, 7 Runden = 54,229 km

 #FahrerWagenZeit/Schnitt
l. Recktenwald, Neunkirchen Norton 27.24,6 = 118,8 km/h
2. Meyer, Salchendorf BMW 27.26,5 = 118,6 km/h
3. Hamelmann, Coesfeld Horex 27.57,8 = 116,5 km/h

Seitenwagenmaschinen bis 500 ccm, 7 Runden = 54,229 km

 #FahrerWagenZeit/Schnitt
1. Luthringshauser/Hörner, Otterbach BMW 30.45,0 = 105,8 km/h
2. Appelt/Röwekamp, Münster Norton 32.12,8 = 101,5 km/h
3. Görtz/Matte, Bremerhaven BMW 32.13,4 = 101,4 km/h

Rennwagen Formel-Junior: 20 Runden = 154,940 km

 #FahrerWagenZeit/Schnitt
1. May, Schweiz Stanguellini 1:13.57,5 = 125,7 km/h
2. Pirocchi, Italien Stanguellini 1:16.36,8 = 121,3 km/h
3. Bechern, Hagen A=U. Hartmann 1:16.54,1 = 120,7 km/h

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Quelle und Literatur: "Nürburgring", 9/1959

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