- ACV-AvD Rundstreckenrennen Nürburgring
- 1. Lauf-ONS-Formel-Ford-Pokal 1980
- Veranstalter: AMSC Liblar e.V.
- Start- und Zielschleife
13. April 1980
Ein Karttalent setzt sich durch: Weidler gewinnt ersten Meisterschaftslauf
- Volker Weidler gewinnt als 18-Jähriger den ersten Lauf zur nationalen Formel-Ford-Meisterschaft
- Trainingsschnellster Nicky Nufer fällt nach frühem Fahrfehler weit zurück
- Gerhard Haas fährt vom achten Startplatz auf Rang zwei vor
Beim ACV-AvD Rundstreckenrennen auf der Start- und Zielschleife des Nürburgrings am 13. April 1980, ausgerichtet vom AMSC Liblar e.V., wurde der erste Lauf zum ONS-Formel-Ford-Pokal ausgetragen. Unter hochsommerlichen Bedingungen entwickelte sich früh ein Rennen mit klarer Spitze, während sich dahinter mehrere Fahrergruppen formierten, die den Ausgang der weiteren Podestplätze unter sich ausmachten.
Weidler früh vorn, Verfolger in Gruppen aufgeteilt
Bereits im Training hatte sich angedeutet, dass mehrere Fahrer für den Sieg infrage kommen würden. Die schnellste Runde war Dr. Nicky Nufer (Sulzbach) gelungen, der mit dem PAS aus dem Team von Walter Lechner die Maßstäbe gesetzt hatte. Im Rennen jedoch unterlief ihm bereits in der ersten Kurve ein Fahrfehler, der zu einem Dreher führte und ihn entscheidend zurückwarf. In der Folge gelang ihm nur noch eine Aufholjagd bis auf den achten Rang.
Diese Situation nutzte Volker Weidler (Weinheim) konsequent. Der aus dem Kartsport kommende Nachwuchsfahrer setzte sich nach dem Start an die Spitze des Feldes und etablierte früh eine Führung, die er im weiteren Verlauf kontrolliert verwaltete. Hinter ihm zerfiel das Feld in drei klar voneinander getrennte Gruppen, innerhalb derer um jede Position gekämpft wurde.
Besonders auffällig war die Leistung von Gerhard Haas aus Triberg. Nach einem unauffälligen Training, das ihm lediglich den achten Startplatz eingebracht hatte, arbeitete er sich im Rennen stetig nach vorn und erreichte schließlich den zweiten Platz auf einem der Lechner-Team-Valvoline-PRS. Dahinter folgten Andreas Herbst (Mainz), Helmut Krämer (Gernsheim), Martin Stürzel (Remscheid) und Gottfried Arndt (Erkrath), bevor Nufer das Ziel erreichte.
Weitere Klassen mit wechselndem Rennverlauf
Auch in den weiteren ausgeschriebenen Klassen kam es zu bemerkenswerten Rennverläufen. In der Formel V 1300 setzte sich Siegfried Janzen aus Düsseldorf durch, der einen neu aufgebauten MK 4 einsetzte. Die zunächst führenden Fahrzeuge der ZAGK-Fraktion, pilotiert von Werner Soldan (Düsseldorf) und Peter Fritsch (Rösrath), schieden nacheinander aus und öffneten damit den Weg zum Sieg.
Das internationale Ford-Rennen entschied Heinrich Koch (Heinrich Koch) für sich, der sich vor Olaf Höhn aus Berlin durchsetzen konnte.
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Quelle: Sportfahrer 8/1980

