- ILN lehnt eine zusätzliche 24h-Serie des ADAC Nordrhein für 2027 ab
- Zwei konkurrierende Langstreckenserien gefährden Starterfelder und Breitensport
- ILN setzt auf Erhalt der NLS/VLN-Struktur und einen gemeinsamen Weg für die Zukunft
- ILN-Vorsitzender Martin Rosorius: „Wir führen konstruktive Gespräche und arbeiten intensiv an der Zukunft des Langstreckensports auf der Nordschleife“
31.08.2026 | Nürburg Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) bezieht Position: Die Vertretung der Teams und Fahrer steht in der kommenden Saison auf Seiten der bewährten Nürburgring Langstrecken-Serie. Der für 2027 geplanten Einführung einer eigenen 24h-Serie durch den ADAC Nordrhein erteilt die ILN auch weiterhin eine Absage. „Wir brauchen keinen Wettbewerb der Systeme, sondern eine starke gemeinsame Langstreckenserie. Eine Aufteilung der Teilnehmer auf zwei konkurrierende Serien hilft niemandem“, betont Martin Rosorius, der Vorsitzende der ILN. „Aus unserer Sicht entwickelt sich die NLS/VLN derzeit in die richtige Richtung. Diesen Weg sollten wir konsequent weitergehen, anstatt mit einer zusätzlichen Serie neue Konkurrenz und Unsicherheit zu schaffen.“
Kritisch sieht die ILN dabei insbesondere, dass die berechtigten Anliegen der Teilnehmer bislang nicht ausreichend berücksichtigt wurden. „Dies zeigt zum Beispiel die überstürzte Einführung der 24h-Serie, die bereits für die Saison 2027 geplant ist. Leider wurden die von der ILN eingebrachten Vorschläge und Einwände bislang nicht aufgegriffen.“
Der Weiterentwicklung des Langstreckensports steht die ILN dabei ausdrücklich offen gegenüber. Mittelfristiges Ziel ist eine gemeinsame und professionelle Veranstalterstruktur mit handlungsfähigem Management, die das 24-Stunden-Rennen und die Langstreckenserie unter einem gemeinsamen Dach zusammenführt.
„Wir wollen die positiven Entwicklungen der NLS/VLN aufgreifen und gemeinsam weiterentwickeln“, so Rosorius. „Wir sind überzeugt, dass es im Interesse aller Beteiligten ist, die vorhandenen Kräfte zu bündeln und gemeinsam eine starke Zukunft für den Langstreckensport am Nürburgring zu gestalten. Darum fordern wir: nein zur Spaltung, ja zum Dialog und ja zur gemeinsamen Weiterentwicklung!“

Die in der ILN organisierten Teams und Cups stellten bei den diesjährigen NLS-Läufen oftmals über 70 Rennwagen und damit deutlich mehr als die Hälfte des Teilnehmerfelds. Beim 24-Stunden-Rennen 2026 waren es über 70 Fahrzeuge und damit gut 45 Prozent der Starter.
Quelle: ILN
Fotos: Kevin Pecks

