24.04.2026 | Wuppertal Das Rennwochenende mit den beiden Qualifier-Läufen für die 24 Stunden Nürburgring verlief für Sorg Rennsport mit Blick auf die puren Ergebnisse zwar nicht nach Wunsch – die Performance der eingesetzten Fahrzeuge überzeugte dafür umso mehr.
Wenn die alte Weisheit noch gilt, dass einer durchwachsenen Generalprobe eine besonders gelungene Aufführung folgt, dann darf Sorg Rennsport den 24 Stunden Nürburgring optimistisch entgegenblicken. „Wir konnten unsere zahlreichen Klassensiege in den ersten beiden Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie nicht wiederholen“, räumt Co-Teamchef Daniel Sorg ein. „Wobei die Ergebnisse zweitrangig sind, denn natürlich warf das Unglück am Samstag, bei dem Juha Miettinen auf tragische Weise sein Leben verloren hat, einen Schatten auf das 24h Qualifiers-Wochenende.“

Im Sonntagsrennen musste die Wuppertaler Mannschaft zwei Ausfälle verzeichnen, erreichte aber auch zwei Plätze auf dem Podium. „Unsere schon zweimal siegreiche Toyota Supra schied diesmal in Führung liegend nach einem Leitplankenkontakt aus“, so Daniel Sorg. Bis dahin hatten Piet-Jan Ooms (NL), Ionuc Catalin Timis (I) und Rafael Torres (USA) in der Startnummer 524 ihre herausragende Form auch bereits mit der schnellsten Rennrunde ihrer Klasse VT2 RWD unterstrichen. Auf Rang sechs dieser Wertung lief der Meiser Race Car Rental BMW 330i mit Kurt Strube (D), Alberto Carobbio und Ugo Vicenzi (beide I) ein.

Der farbenfrohe Gerri Limonade BMW 128ti, der in der Klasse VT2-FWD/AWD startet, kam diesmal nicht ins Ziel. Nick Deissler, Daniel Alger (beide D) und Calvin de Groot (NL) mussten die Startnummer 488 vorzeitig abstellen, nachdem Probleme mit der Getriebeaufhängung Antriebswellenschäden nach sich zogen.

In der Klasse CUP3 setzte Sorg Rennsport diesmal nur zwei Fahrzeuge ein, wobei der Schmersal Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport (Typ 982) mit Heiko Eichenberg, Fabio Grosse (beide D) und Patrik Grütter (CH) mit Platz zwei erneut ein starkes Statement setzte. Der VOLZ Maschinenhandel Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport mit der Startnummer 979 wurde bereits am Freitag bei einem Unfall beschädigt, sodass das Team ihn nicht in Rennen schicken konnte.

Den zweiten NLS-Podestplatz des Wochenendes steuerten Tabea Jünger, Maximilian Hill und Aaron Wenisch (alle D) bei. Mit ihrem cn2 racing BMW M2 Racing verbesserten sie sich erneut und sahen die Zielflagge als Zweite der Markenpokalklasse BMW M2.
Debüt der Deutschen Historischen Langstrecken-Meisterschaft in der „Grünen Hölle“
Am Rennwochenende der 24h-Qualifier feierte die Deutsche Historische Langstrecken-Meisterschaft (DHLM) ihr Debüt auf der Nürburgring-Gesamtstrecke. Auch Sorg Rennsport engagiert sich in dieser authentischen Serie mit ihren 3-Stunden-Rennen.
„Beim Auftakt der DHLM konnten Kurt Strube und Arne Bast in dessen Porsche 993 das Rennen erfolgreich beenden“, resümiert Daniel Sorg. „Unser BMW E36 M3, der zuletzt noch beim 1000-Kilometer-Rennen erfolgreich war, kam leider nicht ins Ziel. Jens Sponheuer und Chris Blümer mussten ihn nach einem Motorschaden abstellen.“
Am kommenden Wochenende steht für Sorg Rennsport die Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) an, vom 1. bis 3. Mai folgt der Auftakt zum Porsche Sports Cup Deutschland (PSCD). In dem viel beachteten Markenpokal hatte der Wuppertaler Rennstall im Vorjahr sowohl den Endurance- als auch den GT4-Titel gewonnen. In dieser Saison setzt Sorg Rennsport fünf Porsche-Rennfahrzeuge im PSCD ein.
Beim Saison-Highlight, den 24 Stunden Nürburgring Mitte Mai, geht das Team dann mit fünf Porsche Cayman, einem BMW 330i, der Toyota Supra und einem BMW M2 Racing an den Start.
Quelle: Sorg Rennsport
Fotos: 1VIER.COM/Sorg Rennsport

