ADAC-Eifelpokal-Rennen 1960

  • ADAC-Eifelpokal-Rennen
  • Rennen für Motorräder mit und ihne Seitenwagen als Lauf um den "Juniorenpokal der OMK 1960"
  • Rennen der Rennwagen "Formel Junior" als Lauf um die Deutsche Automobil-Meisterschaft
  • Veranstalter: ADAC Gau Nordrhein e.V., Köln
  • Südschleife

2. Oktober 1960

Nachtmann, Wohlgemuth/Fath und Prior setzen die Maßstäbe

  • Sebastian Nachtmann erzielt die Tagesbestzeit aller Solisten
  • Wohlgemuth/Fath verbessern die Ausweisfahrer-Bestzeiten der Seitenwagen
  • Richard Prior gewinnt die Formel Junior und fährt neuen Rundenrekord

Der ADAC-Eifelpokal am 2. Oktober 1960 auf der Südschleife des Nürburgrings bildete bei tiefblauem Himmel und strahlendem Sonnenschein den Abschluss der deutschen Straßen-Rennsaison. Nahezu 50.000 Zuschauer erlebten Motorradrennen um den „Juniorenpokal der OMK 1960“, erstmals einen Wettbewerb für 50-ccm-Maschinen und zum Abschluss ein internationales Formel-Junior-Rennen als Lauf um die Deutsche Automobil-Meisterschaft. Mehrere neue Strecken- und Rundenbestzeiten prägten den Renntag.

50 ccm: Gedlich führt vom Start bis ins Ziel

Zum Auftakt startete Rennleiter Jupp Müller erstmals eine Konkurrenz für 50-ccm-Maschinen. Das Rennen führte über drei Runden und 23,241 Kilometer. Von 15 Fahrern erreichten elf das Ziel. W. Gedlich aus Rüsselsheim bestimmte den Lauf vom Start bis ins Ziel auf seiner Kreidler-Florett. Mit 87,0 km/h fuhr er die schnellste Runde, sein Durchschnitt über die Distanz betrug 85,6 km/h.

Position#TeamFahrer, OrtWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1     W. Gedlich, Rüsselsheim Kreidler-Florett 3   85,6

125 ccm: Knipp gewinnt auf Mondial

Die Rennen der Ausweisfahrer führten jeweils über sieben Runden und 54,229 Kilometer. Insgesamt bestritten 107 Solisten und 20 Gespannfahrer ihren dritten und letzten Lauf zum „Juniorpokal der OMK“. In der 125-ccm-Klasse gewann Knipp aus Grissenbach auf Mondial.

Position#TeamFahrer, OrtWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1     Knipp, Grissenbach Mondial 7    

250 ccm: Niederprüm siegt auf Adler-RS

In der Viertelliterklasse setzte sich Niederprüm aus Bitburg auf Adler-RS durch. Auch dieser Lauf ging über sieben Runden und 54,229 Kilometer.

Position#TeamFahrer, OrtWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1     Niederprüm, Bitburg Adler-RS 7    

350 ccm: Weber fährt neue Ausweisfahrer-Bestzeiten

Der Kölner Weber gewann die 350-ccm-Klasse auf Norton. Dabei stellte er neue Ausweisfahrer-Bestmarken auf: Sein Durchschnitt über die Renndistanz lag bei 115,6 km/h, die schnellste Runde bei 118,8 km/h.

Position#TeamFahrer, OrtWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1     Weber, Köln Norton 7   115,6

500 ccm: Nachtmann setzt die Tagesbestzeit der Solisten

Sebastian Nachtmann aus München, der bereits im Geländesport zur Spitzenklasse zählte, gewann die Halbliterklasse auf BMW-RS. Seine schnellste Runde mit 123,7 km/h und der Gesamtschnitt von 121,5 km/h bedeuteten neue Rekorde und zugleich die Tagesbestzeit aller Solisten.

Position#TeamFahrer, OrtWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1     Sebastian Nachtmann, München BMW-RS 7   121,5

Seitenwagen: Wohlgemuth/Fath verbessern die Bestmarken

Auch bei den Seitenwagen fielen neue Bestzeiten. Alfred Wohlgemuth aus Stuttgart gewann mit Alfred Fath aus Ursenbach im Boot auf einem BMW-Gespann. Das Team steigerte die bisherigen Ausweisfahrer-Bestzeiten auf der Südschleife auf 112,3 km/h für die schnellste Runde und 110,4 km/h im Durchschnitt über sieben Runden.

Position#TeamFahrer, OrtWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1     Alfred Wohlgemuth, Stuttgart
Alfred Fath, Ursenbach
BMW-Gespann 7   110,4

Formel Junior: Prior setzt sich früh an die Spitze

Den Abschluss bildete das internationale Formel-Junior-Rennen über 20 Runden und 154,94 Kilometer. Von 25 Startern erreichten 15 das Ziel. Richard Prior, erstmals auf dem Nürburgring am Start, übernahm nach der zweiten Runde im Lola des Fitzwilliam-Racing-Teams die Führung vor seinem Landsmann und Markenkollegen Peter Ashdown. Prior steigerte den Rundenrekord auf 134,1 km/h und gewann klar. Kurt Ahrens junior aus Braunschweig wurde im Cooper Dritter und war neben Ashdown der einzige weitere Fahrer, der in derselben Runde wie der Sieger ins Ziel kam. Den übrigen zwölf platzierten Konkurrenten hatte Prior ein bis zwei Runden abgenommen.

Position#TeamFahrer, OrtWagenRundenGesamt (h)Schnitt (km/h)
1   Fitzwilliam-Racing-Team Richard Prior Lola 20    
2     Peter Ashdown Lola      
3     Kurt Ahrens junior, Braunschweig Cooper      

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Quelle: ADAC Motorwelt, Nr. 11 vom 1. November 1960, S. 837