- Bastian und Rump von Mühlner Motorsport (#904) gewinnen die Cup 2-Klasse und bauen ihre Meisterschaftsführung aus
- W&S Motorsport (#962) mit Oberheim und Stegmann entscheiden Cup 3-Klasse für sich
- Der ehemalige Formel 1- und NASCAR-Fahrer Scott Speed erlangt die Permit A nach Vier-Stunden-Rennen alleine am Steuer
- Sonderausstellung „30 Jahre Manthey“ im PETN Village
20.06.2026 | Mit insgesamt 29 Fahrzeugen startete die Porsche Endurance Trophy Nürburgring (PETN) in ihren dritten Wertungslauf im Rahmen der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS). Bei hochsommerlichen Bedingungen sahen nach vier Stunden Renndistanz Nico Bastian und Martin Rump von Mühlner Motorsport (#904) in der Cup 2-Klasse als Erste die Zielflagge. In der Cup 3-Klasse gewann W&S Motorsport (#962) mit Moritz Oberheim und Lorenz Stegmann und bauen damit ihre Meisterschaftsführung in der PETN aus. Für Abwechslung im Fahrerlager sorgte Manthey mit einer Sonderausstellung im PETN Village anlässlich des 30-jährigen Firmenjubiläums.
Schon beim Qualifying am Samstagmorgen kämpften die Teams und Fahrer mit Temperaturen von über 26 Grad Celsius. Mit einer Rundenzeit von 8:10,885 Minuten platzierte Raphael Rennhofer den Porsche 911 GT3 Cup vom Team LIQUI MOLY by BLACK FALCON (#902) auf Startplatz eins in der Cup 2-Klasse. Zum dritten Mal in Folge erreichte indes der 718 Cayman GT4 CS von W&S Motorsport (#962) die Pole Position in der Cup 3-Klasse. Moritz Oberheim umrundete die 24,358 Kilometer lange Rennstrecke in 8:40,020 Minuten.
Erster Saisonsieg für Mühlner Motorsport
Bei über 30 Grad Celsius wurde das Vier-Stunden-Rennen gestartet und war früh von Unfällen und technischen Ausfällen geprägt. Von insgesamt 109 Startern wurden am Ende nur 79 gewertet. Auf Gesamtrang elf und in der gleichen Runde wie die Gesamtsieger kam Mühlner Motorsport (#904) mit Nico Bastian und Martin Rump ins Ziel. Nach zwei Podiumsplatzierungen bedeutete das der erste Sieg für Bastian und Mühlner Motorsport in dieser Saison und der Ausbau der Meisterschaftsführung.

„Ich freue mich immer, wieder in der Grünen Hölle zu fahren – es ist toll, Teil der PETN und der Porsche-Familie zu sein. Dieses Wochenende war es wirklich heiß, aber ich fand es super spannend, dass die physische Seite dieses Sports so deutlich im Vordergrund stand. Mühlner Motorsport hat großartige Arbeit geleistet und wir waren extrem konkurrenzfähig. Es war ein hartes Rennen, aber das Auto war großartig und wir hatten eine gute Pace. Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis“, fasst Martin Rump zusammen.
Auf Rang zwei folgte das PETN Talent Pool Trio Ryan Harrison, Raphael Rennhofer und Leon Wassertheurer vom Team LIQUI MOLY by BLACK FALCON (#902). Rennhofer wurde zudem vom Veranstalter zum „Driver of the race“ gewählt. Platz drei belegten Fabio Grosse und Patrik Grütter vom SRS Team Sorg Rennsport (#901).
Die PRO/AM-Wertung gewannen Kersten Jodexnis, Richard-Sven Karl Jodexnis und Robin Chrzanowski (PRO) vom Clickversicherung Team (#919) vor Michelangelo Comazzi, Karsten Krämer, Peter Sander und ‚Leo Messenger‘ (PRO) von KKrämer Racing (#909). In der Amateurfahrerwertung sicherten sich Ralf-Peter Bonk und Marco van Ramshorst von pb performance (#906) den Wertungssieg. Rang zwei belegten Michael Kroll, Thomas Mühlenz und Alexander Prinz von Hofor Racing (#908) vor Alexander Koch, Klaus Koch und Niklas Koch von Smyrlis Racing (#910).
„Das ist unser erster AM-Sieg, darüber freuen wir uns sehr. Wir haben unsere Strategie etwas geändert und sind aufgrund der Hitze nur Einzelstints gefahren, um uns abzuwechseln. Es war ein wildes Rennen mit vielen Unfällen, aber wir sind gut durchgekommen und es hat viel Spaß gemacht“, sagt Marco van Ramshorst.
Maximale Punkteausbeute und Meisterschaftsführung für W&S Motorsport
Mit der Poleposition, der schnellsten Rennrunde und dem Klassensieg sicherte sich W&S Motorsport (#962) mit Moritz Oberheim und Lorenz Stegmann die maximal mögliche Anzahl an Punkten und sprang in der Meisterschaft von Rang sechs auf eins. Das Duo profitierte dabei unter anderem von den Ausfällen von Smyrlis Racing (#953) mit Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg sowie vom SRS Team Sorg Rennsport (#959) mit Calvin de Groot und Heiko Eichenberg.
„Das war ein super spannendes Rennen. Wir sind von P1 gut ins Rennen gestartet, aber haben uns dann etwas mit der Pace schwergetan. Moritz und ich mussten jeweils eine Position abgeben, konnten aber den Anschluss halten. Wir haben dann davon profitiert, dass unsere Kontrahenten ausgefallen sind und haben dadurch einen großen Schritt nach vorne in der Meisterschaft gemacht – so möchten wir eigentlich nicht gewinnen, aber dennoch freut es uns, dass wir in der Meisterschaft wieder mitspielen“, sagt PETN Talent Pool Fahrer Lorenz Stegmann.

Auf dem zweiten Rang beendeten Leonard Oehme und Moritz Oehme vom Team 9und11 (#944) das Rennen vor Extreme Racing (#977) mit Sebastian Brandl, John-Lee Schambony und Nick Wüstenhagen, die gleichzeitig auch die PRO/AM-Wertung gewannen. Rang zwei in der Wertung für Profi- und Amateurfahrer belegten Erik Braun, Franz Linden und Arne Hoffmeister (PRO) von Speedworxx Automotive (#977). Das Podium komplettierten Christian Kraus, Peder Saltvedt und Fidel Leib (#952) von Smyrlis Racing.
Den Sieg in der Amateurfahrerwertung sicherte sich das Schwesterauto von Smyrlis Racing mit der Startnummer 951. Nach 25 Rennrunden sahen Constantin Laube, Henry Lindloff und Max Rosam die Ziellinie, mit einem Vorsprung von knapp eineinhalb Minuten auf Nick Deissler, Darian Donkel und Aaron Wenisch vom SRS Team Sorg Rennsport (#949). Rang drei belegten der amtierende AM-Champion Stefan Kruse mit Adrian Rziczny und David Vogt vom Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels (#941).
„Ich freue mich richtig, dass wir unseren ersten AM-Sieg eingefahren haben. Wir haben im ersten Rennen erst unsere Permit A gemacht und hätten nicht gedacht, so schnell schon ganz vorne zu stehen. Das zeigt, wie gut wir als Trio und das gesamte Team zusammenarbeiten“, sagt PETN Talent Pool Fahrer Henry Lindloff.
Scott Speed erlangt Permit A im Alleingang
Ein erfolgreiches Wochenende hatte auch Scott Speed. Der ehemalige Formel 1- und NASCAR-Fahrer startete in einem Porsche 718 Cayman GT4 CS in Permit B Spezifikation von Mühlner Motorsport (#999), um sein notwendiges Rennergebnis für die DMSB Permit Nordschleife A einzufahren. Üblicherweise teilen sich mehrere Fahrer die vierstündige Renndistanz, doch der US-Amerikaner fuhr das gesamte Rennen als einziger Fahrer auf dem Cayman mit der Startnummer 999 und trotzte den hohen Temperaturen. Nach 23 Runden sah er die karierte Flagge und erhielt damit die Permit A, sodass er von nun an mit jeder Fahrzeugkategorie auf der Nordschleife an den Start gehen kann.
30 Jahre Manthey Ausstellung im PETN Village
Im Rahmen des Rennwochenendes errichtete Manthey eine Sonderausstellung im PETN Village anlässlich des 30-jährigen Firmenjubiläums. Insgesamt sechs Fahrzeuge konnten die Zuschauer aus der Nähe betrachten, darunter das DTM-Meisterfahrzeug von Ayhancan Güven sowie Manthey’s erstes Siegerfahrzeug der 24h Nürburgring von 2006. Ergänzt wurden die Fahrzeuge mit ausgestellten Pokalen, Helmen und Rennanzügen aus der Geschichte des Unternehmens. Darüber hinaus war auch der Fahrradhersteller und Partner der PETN Giant im Village vertreten.

Mit dem KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen steht der vierte Wertungslauf der PETN am 1. August an. Das Rennen führt über eine Distanz von sechs Stunden und wird daher mit 1,5-fachen Punkten prämiert.
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Fotos: Manthey Racing

