18.09.2026 | Zweiter Auftritt vom Team Joos Sportwagentechnik in der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie. Beim Double Header – einem der großen Saisonhighlights – ging der Rennstall mit einem Porsche 911 GT3 R an den Start, der von Michael Joos, Fidel Leib und Marco Lamsouguer gesteuert wurde. Nach einem starken Einstand im August beim 6h-Rennen peilte der Porsche-Rennstall aus Vöhringen weitere starke Ergebnisse an.
Das 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am Samstag nahm die Mannschaft vom fünften Startplatz in der SP9 Am-Klasse auf. Das Rennen entwickelte sich zu einer Materialschlacht mit vielen Unfällen, die teils heftig waren. Unter den schwierigen Bedingungen behielt das Porsche-Trio einen kühlen Kopf und konnte das Rennen ohne Zwischenfälle und Beschädigungen beenden. Im vierstündigen Rennen schoben sich Joos, Leib und Lamsouguer auf einen starken zweiten Platz in ihrer Klasse vor.

Am Sonntag warteten gänzlich andere Bedingungen auf die Teilnehmer. Typisches Eifelwetter sorgte immer wieder für Regenschauer, die im Laufe des Tages zunahmen. Rund eine halbe Stunde vor Rennende waren die Bedingungen so katastrophal, dass in der Rennleitung über einen Rennabbruch diskutiert wurde. Das Qualifying fand noch unter weitestgehend trockenen Bedingungen statt, in dem sich Teameigner Michael Joos den zweiten Rang in der Klasse sichern konnte. Mit einer Rundenzeit von 8:02.026 Minuten fuhr Joos zudem die bislang schnellste Runde des Teams seit dem Einstieg in die traditionsreiche Rennserie.
Unter den schwierigen Bedingungen auf der Nordschleife rutschte im starken Regen Michael Joos ungefähr zur Rennhalbzeit von der Strecke und schlug im Bereich Breidscheider Brücke in die Wand ein. Joos musste daraufhin unplanmäßig die Box ansteuern, wo die Mechaniker den Porsche schnell wieder reparierten, so dass das Fahrzeug mit der Startnummer #2 die Fahrt fortsetzen konnte. Nach vier Rennstunden beendete das Fahrertrio den 66. ADAC ACAS Cup auf der dritten Position in der SP9 Am-Klasse.
Sponsor WattPower sorgte zudem bei einer Spendenaktion für die Sportwarte rund um die Nürburgring-Nordschleife für einen besonderen Moment. Der Sponsor des Joos-Rennstalls spendete 10.000 € für die Sportwarte an der Traditionsrennstrecke. Diese Spende verdoppelte den bisherigen Spendenstand auf 20.000 €. Groß war die Freude der ehrenamtlichen Sportwarte für die besondere Aufmerksamkeit, welche hilft, ihre Arbeitsbedingungen an der Strecke zu verbessern.
„Wir blicken zufrieden auf die beiden Rennen beim Double Header der Nürburgring Langstrecken-Serie zurück. Fidel und Marco konnten weitere große Fortschritte am Steuer des Porsche 911 GT3 R machen – man merkt ihnen an, wie sie mit jeder Rennen mehr Selbstvertrauen und mit dem Auto besser zurechtkommen kommen, da es sich schon stark von ihrem vorherigen Fahrzeug unterscheidet. Am Sonntag war ich auf Intermediates unterwegs: nachdem es in der vorhergehenden Streckenabschnitten trocken war, regnete es im Breidscheid stark und ich hatte hatte keine Chance das Auto auf der Strecke zu halten, aber das ist das wahre Leben auf der Nordschleife. Dank einer herausragenden Mechanikerleistung konnten wir die Fahrt fortsetzen. Wir haben bislang unsere drei Rennen in der NLS in den Top 3 der Klasse beenden können, womit wir zufrieden sind. In vier Wochen wollen wir die NLS-Saison mit einem weiteren Highlight abschließen, ehe dann die Planungen für die 2027er Saison anlaufen, in der wir erstmals die komplette Saison auf der Nordschleife bestreiten wollen“, so Teameigner Michael Joos.
Fidel Leib ergänzt: „Das Double-Header-Wochenende hat mir richtig Spaß gemacht. Wir hatten unsere gesamten Partner vor Ort, die alle eine Riesenfreude hatten. Es ging Freitag mit den Taxifahrten los, die ein großer Erfolg waren und allen Beteiligten richtig Spaß gemacht haben. Samstag war für uns natürlich ein Toprennen mit dem zweiten Platz in unserer Klasse, was richtig geil war. Es haben sich alle wohl gefühlt und sind sehr gut zurechtgekommen. Am Sonntag war es durch die Witterungsbedingungen und Gegebenheiten etwas schwieriger, aber trotzdem haben alle einen super Job gemacht. Wir haben zweimal die Zielflagge gesehen und haben am Sonntag noch den dritten Platz in unserer Klasse belegt. Natürlich gibt es für uns noch viel zum Lernen und Arbeiten, aber ich habe mich im Regen mega wohl im Auto gefühlt. Die Michelin-Regenreifen waren zudem ein absoluter Traum, da sie am besten funktionieren. Das gesamte Team hat über das gesamte Wochenende einen tollen Job gemacht, so dass es für uns ein sehr schönes Wochenende war. Vielen Dank an alle Beteiligten!"
„Ich habe mich sehr gefreut, dass ich am Wochenende unsere indischen Partner von WattPower mit am Nürburgring dabeihatte, was für sie ein ganz besonderes Erlebnis war. Mich freut es sehr, dass unsere Spende für die Sportwarte an der Nürburgring-Nordschleife so gut angekommen ist. Für uns war dies eine Ehrensache, da ohne sie kein Rennsport möglich ist. Die Emotionen der Sportwarte zu sehen war für uns alle sehr besonders.“, erklärt Marco Lamsouguer nach seinem zweitem Rennwochenende in der GT3-Klasse.

Die diesjährige Saison der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie wird am 10. Oktober mit der 2. NLS Sportwarte-Trophy abgeschlossen.
Quelle: Joos Sportwagentechnik
Fotos: Gruppe C Photography

